Warum mich Chagall inspiriert hat: Die Magie der Farben von Nizza und die Geburt einer neuen Kollektion
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Die Kunst findet uns oft in den unerwartetsten Momenten. Für mich war dieser Moment der Besuch des Nationalmuseums Marc Chagall in Nizza.
Ich ging dorthin in dem Wissen, Klassiker der Avantgarde zu sehen, aber ich ahnte nicht, dass ich das Museum mit dem brennenden Wunsch verlassen würde, diese Leinwände in meine eigenen Arbeiten zu übertragen.
Die Begegnung mit der „Biblischen Botschaft“
Wenn man die Säle des Museums in Nizza betritt, ist das Erste, was einen fasziniert, die Farbe. Bei Chagall ist die Farbe lebendig. Sein Blau ist nicht nur ein Pigment, es ist die unendliche Tiefe des Himmels oder des Ozeans. Sein Rot ist keine bloße Farbe, sondern die Leidenschaft und das Feuer des Lebens selbst.
Ich hielt inne vor den riesigen Gemälden. In ihnen steckt so viel Leichtigkeit, so viel Aufrichtigkeit und eine fast kindliche, reine Wahrnehmung der Welt. Menschen, die über Städten schweben, Liebende, die in Blumen gehüllt sind, und diese unglaublichen Farbkombinationen, die scheinbar nicht zusammengehören und doch eine perfekte Harmonie bilden.
Von der Leinwand zum Emaille-Schmuck
Als ich das Museum verließ und in die sonnendurchfluteten Straßen von Nizza trat, fühlte ich mich wie berauscht. Diese Bilder und vor allem diese mutige Palette ließen mich nicht mehr los. Ich wollte diese Farben „zähmen“ und sie greifbar machen.
Die Technik der Feueremaille, mit der ich arbeite, ähnelt der Malerei von Chagall auf erstaunliche Weise. Emaille bedeutet ebenfalls die Arbeit mit reinem Pigment, das durch das Feuer gehen muss, um seinen endgültigen, strahlenden Glanz zu erhalten.
Die Geburtsstunde der Kollektion „Tragbare Kunst: Chagall“
Zurück in meiner Werkstatt begann ich zu experimentieren. Ich wollte die Gemälde nicht einfach kopieren. Mein Ziel war es, das Gefühl zu vermitteln.
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Das besondere Blau: Ich wählte Emaille-Töne aus, um die Tiefe zu erreichen, wie man sie auf dem Werk „Die Erschaffung des Menschen“ findet.

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Motive und Formen: In meinen Ohrringen finden sich nun weiche, fließende Linien und kontrastreiche Akzente in Gold und Scharlachrot wieder, Symbole für jene Lebensfreude, die das gesamte Schaffen von Marc Chagall durchzieht.

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Wenn ich heute die fertigen Ohrringe in den Händen halte, sehe ich in ihnen mehr als nur Schmuck. In jeder Kurve, in jedem Farbspiel verbirgt sich ein Stück jenes sonnigen Tages in Nizza und der tiefen Inspiration, die mir der große Meister geschenkt hat.
Für mich ist es mehr als nur Schmuck. Es ist tragbare Kunst. Eine kleine Erinnerung daran, dass auch wir fliegen können, wenn in unserer Seele die Farben leben.